Stefan Kaluza

Biografie

Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen

 

 

Eine Idee folgt keinem Medium; die Medien aber immer den Ideen, Stephan Kaluza

Stephan Kaluza zählt zu den national interessantesten Konzeptkünstlern. Seine

Medien sind die Malerei, Fotografie und Literatur. In seinem Werk beschäftigt er

sich mit Prozessen. Es geht ihm nicht um das visuell Sichtbare, sondern um

Wahrnehmungsveränderungsprozesse. Er schafft Ölgemälde, fotografische Abfolgen,

die „Bildstücke“ nebst landschaftlichen Totalerfassungen. In der Malerei wie in der

Fotografie hält er sich von der klaren, einfachen Abbildung fern und schafft subtile

Formen der Erfassung komplexer Phänomene.

 

 

Stephan Kaluza, 1964 in Iburg in Niedersachsen, geboren, studierte an der Kunstakademie

Düsseldorf Kunstgeschichte und an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, Philosophie.

Seine Ölgemälde ließ er zumeist hinter dicken Plexiglasscheiben verschwinden. Sie wirken fern,

unnahbar, entrückt, poetisch. Seine Fotoarbeiten sind narrative Bildfolgen zusammengefügt als

langgestreckte Panoramen. Bekannt wurde er mit seinem Rheinprojekt. Dafür ist er den Fluss vom

Ursprung in den Schweizer Alpen bis zur Mündung in die Nordsee abgegangen. Tausende Aufnahmen

sind entstanden, die er zu einem Panorama von fünf Kilometer Länge zusammengefügt hat.

 

 

Mit dem Vermessen des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer dokumentierte er erstmals

Geschichte und damit das, was nicht mehr existent und sichtbar ist. So verhält es sich auch mit der

Serie „Felder“. Orte werden von Menschen zu schicksalshaften Plätzen deklariert; Wiesen und Äcker

zum Symbol europäischer Geschichte - wie die Schlachtfelder von Waterloo und Verdun oder die

Gedenkstätten des Holocaust in Auschwitz. 

 

 

Diesen Fotoserien korrelativ folgend, entwickelte Stephan Kaluza eine Art modularen Teppich zwischen

Malerei und Fotografie - ein Zwitterwesen, das in seiner ersten Ausarbeitung zusätzliche Sichtweisen auf

die Natur zeigt. Dabei verfolgen Malerei und Fotografie das konzeptionelle Hinterfragen des Idylls im

historischen wie zeitgenössischem Kontext.

 

 

Seine Werke sind in zahlreichen Museen und Sammlungen zu finden, so im Arp Museum, Remagen; Sammlung

Teutloff, Bielefeld; Group Artemis François Pinault, Paris; Collection Munoz, Madrid; Gwangju Museum of Art,

Südkorea, sowie im Portland Museum of Contemporary Art, Oregon, USA und im Ludwig Museum Koblenz.

o.T., 2020

o.T., 2020

o.T., 2020